STEFAN HUNSTEIN „Schön war’s!“
Eröffnung: Freitag, den 13. März 2009
Dauer der Ausstellung: 14. März bis 23. Mai 2009
Zwischen Mnemosyne und Phantasie, zwischen Vergangenheitsverarbeitung und imaginären Projektionen, im Spannungsfeld zwischen Verdrängungen und Sehnsüchten gelingt Hunsteins Fotoarbeiten eine „mise en abyme der Sichtbarkeit“, sind sie „Manifeste der Menschenrechte des Auges“.
Die Irritation beim Betrachter angesichts der abgebildeten Wirklichkeiten ist das Ergebnis seiner Überarbeitung.
Stefan Hunstein verwendet in seiner Fotoarbeit „Schön war`s!“ aus den Jahren 2007 / 2008 Motive von Ansichtskarten der jungen Bundesrepublik aus den 1950er und 1960er Jahren, die er bildtechnisch manipuliert und teilweise nachkoloriert hat. Die Ergebnisse bezeugen das Selbstverständnis einer Gesellschaft im Wiederaufbau. Durch die speziellen Bildinhalte der Ansichtskarten entsteht in der Summe der Arbeiten ein „Panorama der Sehnsucht“ einer kriegsgeschüttelten Gesellschaft.
Stefan Hunstein stellt seit den 80er Jahren regelmäßig aus u.a. 1995 in der städtischen Galerie im Lenbachhaus München, 2002 im Haus der Kunst, 2008 zeigte er seine aufsehenerregende Installation „Gegenwart...!“ im Diözesanmuseum Freising; Seit Januar 2009 ist er an der Ausstellung „Man Son 1969. Vom Schrecken der Situation“ in der Hamburger Kunsthalle mit zwei Werken vertreten.